Hundepools und Hundeplanschbecken

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Schwimmende Hunde

Insgesamt drei Hunde haben mich jetzt schon durch das Leben begleitet und mit ihnen und ihren vierbeinigen Freunden hatten wir auch immer mal Spaß rund ums Wasser. Jeder Hund ist anders und das zeigte sich auch bei allen Vierbeinern.

Labrador und Schwimmen

Aktuell haben wir einen Labrador Retriever. Der ist eine echte Wasserratte. Sich ins Meer zu stürzen, um einen Ball vor dem Ertrinken zu retten macht ihn auch bei Wellen oder starkem Wind gar nichts aus. Ganz selbstverständlich stürmte unser Labrador schon mit wenigen Monaten einfach ins Wasser und offensichtlich hatte er die Betriebsanleitung für Hunde gelesen, er schwamm von Anfang an richtig gut und schnell - immer die Schnauze über der Wasserlinie und fleißig mit den Beinen paddelnd. Einem Labrador muss man wohl nur in den seltensten Fällen das Schwimmen beibringen. Allerdings ist er ein Balljunkie. Er geht also nicht um des Schwimmens willen ins Wasser, sondern nur um den Ball zu holen. Selbst wenn Frauchen oder Herrchen mit im Wasser sind und mit ihm Schwimmen wollen, das interessiert ihn nicht großartig. Leider. Er bringt stur den Ball zurück ans Land und wartet, dass jemand aus dem Wasser kommt und ihn wieder reinwirft. Balljunkies können anstrengend sein.

Während das Meer unseren Labrador magisch anzieht, sieht das bei Pools schon ganz anders aus. Einmal wohnten wir einen ganz Sommer lang in einem Haus mit eigenem Pool. Wir hatten was den Pool betraf zwiespältige Gefühle: Einerseits wäre es natürlich toll, mit unserem Labi im Pool zu schwimmen, andererseits, was passiert, wenn er mal reingeht und selbst nicht mehr rauskommt und keiner ist da? Das Problem stellte sich nicht, er wollte nicht rein. Bis er keine zwei Meter Sicherheitsabstand mehr zum Pool eingehalten hat, hat es lange gedauert, bis er bis zum Poolrand kam war der Sommer vorbei. Selbst wenn wir drin plantschten, hat er nur zugeguckt oder später sein Spielzeug bis zum Rand getragen, damit wir es werfen konnten. War das Spielzeug im Wasser, war es für ihn einfach weg. Er schaute höchstens hinterher. Machte aber keine Anstalten es sich wiederzuholen, indem er sich zum Beispiel an den Rand legte, um es heranzupaddeln.

Wegen der Pooltreppe waren wir aber auch nicht ganz böse deswegen, das Meer war ja nie weit entfernt, um mit ihm dort schwimmen zu gehen.

Jerry Hund, Steinretter und Wasserplanscher

Jerry (Mitte) und Freunde beim Spielen am Pool.
Jerry (Mitte) und Freunde beim Spielen am Pool.
Mein Hund davor, ein Schäferhund-Dobermann-Mischling war da ziemlich anders. Er tauchte gerne, was ich bei unserem Labrador noch nie beobachtet habe. Geht bei ihm ein Ball unter, weil er vielleicht ein Loch hat, ist der Ball weg. Jerry hat am liebsten richtig große Steine aus dem Wasser geholt und immer auch den richtigen geholt. Da Steine nicht schwimmen, hat er dafür auch den Kopf unter Wasser gesteckt. Allerdings immer so, dass er festen Boden unter den Füßen hatte. Bälle hat er auch wiedergeholt, aber sein Schwimmstil war doch deutlich anders als bei unserem Labrador, es platschte immer viel mehr. Jerry musste man auch nicht ans Schwimmen gewöhnen, er wusste so wie es geht.

Auch mit ihm hatte ich Poolerfahrungen, aber nur von Besuchen und dort durfte er auch nicht in den Pool Aber er hat gerne rund um den Pool gespielt und wenn sein Spielzeug ins Wasser gefallen ist, hat er sich an den Rand gelegt und so lange mit den Vorderpfoten gepaddelt, bis er das mit dem Maul schnappen konnte.

Alles Wasser mochte er aber nicht. Unvergessen der Abend, an dem er in der Wohnung anzeigte, das er unbedingt raus wollte und an der Haustür verdutzt feststellte, dass es aus Kübeln goss. Kein Hundewetter, mit vier Pfoten gegen das rausgehen gestemmt.

Cora Mach mich bloß nicht nass

Etwas Wasserscheu war unsere Cora, ein Schäferhundmischling. Pfoten nass ging ab und an, aber auch nicht immer. Am Meer war es immer lustig mit ihr. Man kommt an, mit zwei Hunden, eine Wasserratte (erst Jerry, später Tonko, der Labrador) und Cora. Die beiden Wasserratten können es gar nicht erwarten, bis es ins Wasser geht. Cora ging genau einmal bis zur Wasserkante, auch durch Pfützen, egal ob Ebbe oder Flut, gleichgültig ob einen Meter oder 20 Meter. Sie ging hin, trank, guckte beleidigt, trank noch mal ein Schlückchen, guckte noch mal beleidigt, drehte um und kam ins Trockene. Immer noch salzig der Wassernapf. Und legte sich hin. Manchmal kamen wir bei steigendem Wasser und tollem Sonnenschein. Das heißt, sie legte sich ins Trockene, guckte dann uns zu und auch Jerry oder Tonko und merkte meist nicht, wie das Wasser stieg. Und ab und an kam es dann vor, dass dann eine Welle sie nass gemacht hat. Sofortiger Ortswechsel war die Folge.

Strömenden Regen mochte sie auch nicht. Und Wasser aus dem Wasserschlauch ging Cora wenn es möglich war, aus dem Weg.

Andere Hunde

Gerade am Meer haben wir so einige Hunde kennen gelernt. Viele echte Wasserratten, die sich ähnlich Tonko oder Jerry eins Wasser gestürzt haben. Dann gab es einige Hunde, die zwar durchaus ins Wasser gegangen sind, aber nur solange sie stehen konnten. Tonko hatte da einen Kumpel, einen Korsischen Hund. Der hat unseren Labrador am Land beim Ball spielen immer abgehängt. Auch im Wasser, solange Hund noch Boden unter den Pfoten hat, war der Korse meist schneller. Auch das Wellen über den Rücken gingen hat ihm nichts ausgemacht. Aber Schwimmen wollte der nicht. Also musste man abwechselnd mal so weit werfen, dass der Korsische Hund noch hinlaufen konnte und dann so weit, dass der Ball eben nur schwimmend erreichbar ist.

Meist ging das dann so: Ball wird geworfen. Unser Labrador guckt interessiert hinterher, der Korse ist ja eh schneller. Korsische Hund stürmt los, rennt durchs Wasser und macht dann an eine Vollbremsung, wenn er merkt, hoppla, mit dem nächsten Schritt bin ich nicht mehr nur nass, sondern ich hab nix mehr unter den Füßen. In diesem Moment setzte sich unser Tonko gemächtlich in Bewegung, eilt ja nicht, Ball wird nicht weggeschnappt. Sieht aber dann, das durch die Wellen der Ball in Reichweite seines Kumpels kommen könnte, wird schneller, muss, da etwas kürzere Beine, schon früher mit dem Schwimmen beginne und überholt dann den Korsen, der bis zur mittleren Rückenhöhe im Wasser steht und nicht weiter will. Holt den Ball und schwimmt stolz an seinem Kumpel vorbei.

Hund am Meer - Labrador wartet auf Ball.
Labrador wartet auf Ball.
Unserem Labrador geht es halt nicht ums Schwimmen, sondern nur um den Ball. Zum Beispiel hat er gemerkt, dass die Wellen die Bälle sehr oft eh zurückbringen. Dann geht er ins Wasser und beobachtet wie der Ball durch die Wellen bewegt wird. Ist keine Strömung weg von ihm da, sondern kommt der Ball näher, dann wartet er auch gerne mal. Schwimmen ja, aber Kräfte werden eben eingeteilt.

Dann waren wir noch öfters mit einem Jack Russell am Meer. Die war zwar gewillt sich die Pfoten nass zu machen, aber bitte nicht den Bauch. Sie war aber sehr interessiert an Tonko und dem Ball spielen. Und irgendwann, ihr Herrchen sitzt am Rand des Meers, spiele ich so mit Tonko und achte nicht so sehr auf sie. Ich stehe im Wasser, aber neben mir ein Stein, auf dem sie steht. Es ist aber auflaufendes Wasser :-) Und irgendwann kam es wie es kommen musste. Das Wasser stieg und stieg, der Stein lag plötzlich im Wasser und dann kam noch eine Welle, sie verlor den Halt und auf einmal schwamm sie etwas verdutzt neben meinem Knie und zog dann ihre Bahn. Sie ist zwar danach immer noch nicht freiwillig schwimmen gegangen, aber Wasser bis an den Bauch oder auch mal etwas Höher war wenigstens kein Problem mehr für sie :-)

Planschen in Deutschland

In Deutschland ist das Planschen gehen mit Hund meist leider nicht ganz so einfach. Bis zum nächsten Meer sind es ja dann doch meist ein paar Kilometer. Und am nächstgelegenen Gewässer ist gerade im Hochsommer oft sehr viel los.

Hier einige Hundepools:


Für große Hunde sind selbst Hundepools meist eher ein Planschbecken. Aber im Sommer bei Hitze kommt auch einem großen Hund eine Abkühlung im eigenen Garten genau recht. So große Hunde wie der oben erwähnte Labrador oder die beiden Mischlinge hätten aber genug Platz in einem richtigem Pool.



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